Filminfo
Hertha (Elfi Eschke) schäumt vor Wut: Ihr Ehemann, der leitende Kripo-Beamte Klaus (Wolfgang Böck) geht fremd, ganz klassisch mit einer jungen Blondine (Lilian Klebow). Die nicht mehr so junge und auch nicht blonde Hertha sieht rot. Mit seiner eigenen Dienstwaffe folgt sie dem ehelichen Seitenspringer zum Date mit der Tussi und will ihn erschießen. Im letzten Moment zögert sie, weicht zurück und findet sich – mit gezogener Waffe – in einer gut besuchten Apotheke wieder. Mitten im entstehenden Chaos entscheidet Hertha blitzschnell, eine Geisel zu nehmen. Was sie nicht weiß: Ihre Geisel Philipp (Andreas Kiendl) hat vor allem und jedem Angst und leidet an Panikattacken!
Philipp hat die Wohnung seit Jahren nicht verlassen und ausgerechnet bei seinem ersten Ausgang gerät er in Herthas Gewalt. Diese flüchtet spontan mit dem völlig überforderten Philipp, überzeugt davon, dass er ein Spinner und Simulant sei. Während das ungleiche Paar mit Philipps‘ Auto aus der Stadt rast, bleibt ihnen Herthas Ehemann mit seiner Polizeitruppe dicht auf den Fersen. Dabei will Klaus vor allem eines verhindern: Dass sein misstrauischer Untergebener Schulz (Christoph von Friedl) merkt, dass es sich bei der Geiselnehmerin um seine Frau, also die Frau des Chefs handelt. Hertha wiederum ist eigentlich auf der Flucht vor ihrem Ehedrama. Und Philipp muss sich plötzlich seinen Phobien stellen...
Die überstürzte Flucht aus der Stadt führt hinaus in die Weite der niederösterreichischen Landschaften, durch Kleinstädte und Dörfer. Dabei gerät Hertha immer tiefer in einen Strudel von haarsträubenden Begegnungen und irrtümlichen Überfällen, in denen sie ungewollt zur „Täterin“ wird, während Philipp just an ihrer unerschrockenen Einstellung immer mehr gesundet.
Weit oben im abgelegenen Waldviertel finden die mutige Hertha und der schon weniger panische Philipp kurzzeitig zur Ruhe - und zueinander. Doch Klaus gibt nicht auf, inzwischen geht es ihm längst um mehr als ‚nur‘ um das Vertuschen der vermeintlich kriminellen Handlungen seiner Frau - er will sie zurück haben, koste es, was es wolle.
Regisseur Reinhard Schwabenitzky, der Meister der „Königsdisziplin“ Komödie hat mit „Furcht und Zittern“ ein rasantes Roadmovie geschaffen, das humorvoll mit dem zeitgemäßen Thema Angstkrankheiten umgeht. In weiteren Rollen brillieren Wolfgang Hübsch als Therapeut, Tanja Mairhofer als vermeintlich unterdrückte Ehefrau und Internet-Bekanntschaft „Lissy“, Stefanie Dvorak als „Anna“ sowie Manfred Dungl, Michael Scheidl, Martin Oberhauser, Alex Scheurer, Stefanie Frischeis, Maximilian Krückl, Stephan Paryla, Helma Gautier, Christian Spatzek, Alexander Strobele u.v.a.






